Hacienda Picarquin
30 Quadratkilometer großes Gelände 61 Kilometer südlich von Santiago de Chile (Chile), gelegen in den Vor-Anden. Dort fand 1998/99 das 19. Weltpfadfindertreffen (Jamboree) statt.

  

Haik
(1) Haik [arab.] ist ein mantelartiger Überwurf der Berber(frauen) in Nordafrika.
(2) Haik/Hajk: Falsche Schreibweise von "Hike"
(3) vgl. Hajk

  

Hajk
(auch Haik, Heike, Hike geschrieben; nach dem englischen Wort "hike" für Wanderung) Bezeichnung der Pfadfinder für eine Wanderung zu Fuß. Ein Hajk geht in der Regel über mehrere Tage, wobei die Sippe Nachts meist in einer Kohte schläft. Sämtliches Gepäck wird auf dem Rücken mitgeführt. Unterwegs müssen die Gruppen des öfteren sog. Hajkaufgaben lösen (Unterschied zur "normalen" Wanderung), deren Ergebnisse sie dann ihr ihrem Hajkbuch (Logbuch) festhalten. Ein Hajk ist eine Erkundung mit unvorhergesehene Erlebnissen. Eine bekannte Form eines Hajks ist die Explorer Belt Expedition (EBE).

  

Halstuch
Wichtigster Bestandteil einer vollständigen Pfadfinderkluft. Es wird bei der Aufnahme verliehen, nachdem der Pfadfinder sein Versprechen vor der Gemeinschaft abgelegt hat. Die Farbe des Halstuches ist von Bund zu Bund verschieden. Es ist, wie gesagt, in erster Linie ein Zeichen der Aufnahme. Es dient zudem vielen praktischen Zwecken, wie z.B. als Notverband, Atemschutz, Schweißband, Signalflagge, Tragehilfe... Das Halstuch wird meist durch einen Halstuchknoten/-ring zusammengehalten.

 

Halstuchknoten
Hält das Halstuch zusammen, üblich als "Knoten" sind aus Lederband oder Kordel geflochten, aus Holz geschnitzt, aus Bambusrohr geformt und bemalt, aus Knochen, aus Metall. Tw. verziert mit Sippen-, Stammes- oder sonstigen Zeichen, gerne auch mit der Lilie oder dem Bundeszeichen.

 

Hamburger Singewettstreit
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Handbuch der Pfadfinder
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HeGuPf
Abkürzung für "Herzliches Gut Pfad", wobei "Gut Pfad" der Gruß der Pfadfinder ist.

 

Heim
Der Ort, an dem sich die Sippe / Horte /... regelmäßig trifft. Meist wird an diesem Ort auch (Zelt-) Material gelagert, es stehen einige Bastelgegenstände bereit. Dieser Ort wird mit gruppenspezifisch ausgestattet, er wird z.B. von Sippen- oder Fahrtenfotos geschmückt.

 

Helfereinsatz beim Kirchentag
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Heliand Pfadfinderschaft
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Helwig, Werner
(* 14. Januar 1905 in Berlin, † 4. Februar 1985 in Genf), Fahrtenname hussa, war ein bekannter Schriftsteller, Dichter und Liedermacher mit starkem Bezug zum Bündischen. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch: "Die Blaue Blume des Wandervogels". Um 1918 machte er Bekanntschaft mit der Jugendbewegung; Studium (hauptsächlich Selbststudium in Hamburg als Schwarzhörer) der Literatur, Musik und Völkerkunde. 1923 wurde er wegen Teilnahme an einer kommunistischen Friedensdemonstration inhaftiert. Nach der Entlassung erhielt er Hilfe aus bündischen Kreisen. Ab 1923 ging er auf Fahrten. 1925 besuchte er Thomas Mann. Er trat 1927 dem Nerother Wandervogel bei und war dort ab 1929 Gruppenführer. Erste literarische Arbeiten sind seit etwa 1930 bekannt. 1942 Exil in Liechtenstein, da er gegen das seit Kriegsbeginn 1939 für Ausländer bestehende Publikationsverbot verstoßen hatte und ausgewiesen wurde. 1951 bis zu seinem Tode 1985 war er in Genf wohnhaft. Informationen entnommen aus http://www.scout-o-wiki.de/index.php/Werner_Helwig (externer Link) am 17.08.07.

 

Hering
"Stab" um eine Zeltbahn oder ein Seil am Erdboden zu befestigen. Es gibt sie in den Ausführungen von klein (und leicht: Erdnagel) bis groß (schwer und stabil: im Querschnitt T-förmig, aus Stahl und lang). Typische Pfadfinderheringe werden mit Beil (und Messer?) aus umherliegenden stabilen Zweigen / Ästen gefertigt und halten auch den starken Zug bei pfadfinderischen Großbauten (Jurtenburgen) - und müssen auf Fahrt / Wanderung nicht transportiert werden.

  

Hilfskornett
Unterstützt den Kornett bei seinen Aufgaben in der Sippe. Andere Bezeichnung: Sippenführer.

  

Hike
to hike (engl.) = Wanderung; vgl. auch Hajk

 

Himmelheber, Max
Graues Corps, BDP), bekannt durch seine Erfindung: einem Grabbeil (eine Kombination aus Fahrtenmesser, Axt und Spaten); das Grabbeil hat sich in den Bünden bisher nicht durchsetzen können.

 

Hochkohte
Eine höher gestellte Kohte. Wie bei einer Jurte werden unten an die Kohtenplanen Jurten-Seitenplanen angeknüpft. Der Vorteil. Man hat eindeutig mehr Raum zur Verfügung und kann auch darin stehen. Oft wird die Hochkohte auch als Erweiterung an eine Jurte geknüpft. Man erhält so einen weiteren "Raum".

  

Hönisch, Andreas
Pater Hönisch starb 78-jährig am 25.01.2008. Hönisch betreute als Kaplan in seiner Pfarrei Pfadfinderstämme; gründete (gemeinsam mit Günther Walter) die Katholische Pfadfinderschaft Europas (KPE), deren Bundeskurat er bis zu seinem Tode war. Er führte zahlreiche Lager und Fahrten in viele Länder Europas (und auch außerhalb Europas) durch.

  

Hoffmann, Hermann
(1875 - 1955)
Gründete 1895/96 die erste Gruppe wandernder Schüler und legte damit den Grundstein der späteren Wandervogelbewegung. Gab die Führung der Gruppe 1900 an Karl Fischer ab und zog sich aus beruflichen Gründen aus der Arbeit zurück. War nach der ersten Spaltung des Wandervogels Mitglied im Steglitzer Wandervogel.

  

Hoher Meißner
Hessischer Berg im Kaufunger Wald zwischen Eschwege und Hannoversch Münden, 750m hoch. Hier fand 1913 das Treffen der Freideutschen Jugend statt, bei der es zu einer Formulierung der sog. Meißnerformel kam. Diese prägte die Jugendbewegung bis heute entscheidend, insbesondere die heutige Bündische Jugend. Anlässlich der 75-jährigen Wiederkehr dieses Ereignisses kam es 1988 zu einem Nachfolgetreffen auf dem Hohen Meißner.

  

Hoher Meißner Nachfolgetreffen 1988
Das Treffen fand am Fuße des Hohen Meißner nahe Frankershausen statt; 3500 Teilnehmer aus über 90 Bünden.
Gemeinsame Erklärung der Bünde 1988 anlässlich der 75-jährigen Wiederkehr des Hohen Meißner-Treffens der Freideutschen Jugend vom Oktober 1913:
"Mit Betroffenheit verfolgen wir den Weg, auf dem die heutige Zivilisation voranschreitet.
Die Unverantwortliche Zerstörung der Natur, die Vereinsamung der Menschen und die Abkehr von Qualitäten des Lebens gefährden die Existenz der Erde und ihrer Geschöpfe.
In der Suche nach einem neuen würdigen Weg der menschlichen Kultur sehen wir die Aufgaben eines jeden, der der heutigen Zeit gerecht werden will. Ihre gemeinsame Suche wollen die einzelnen Bünde, Gruppen und Persönlichkeiten im Sinne der Meißnerformel von 1913 nach eigenen Bestimmung, vor eigenen Verantwortung und in innerer Wahrhaftigkeit gestalten." (Beschlossen auf der Versammlung der Bundesführer Ende November 1987 auf der Burg Ludwigstein.)

 

Horridoh
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Horst Rebellen
Vereinigung mehrerer Stämme des Pfadfinderbund Weltenbummler im Landkreis Coburg. Trat 1981 aus dem BdP aus und begründete den Pfadfinderbund Bayern (PBB), der dann später zum Pfadfinderbund Weltenbummler wurde.

 

Horte
Bezeichnung für eine Gruppe der Jungenschaften, der Waldjugend und anderer bündischer Gruppierungen. Vgl. auch Sippe, Fähnlein.

  

Hordentopf
Großer Kochtopf der Pfadfinder und der Bündischen Jugend mit einem Volumen ab 5 Litern aufwärts, eignet sich zum Kochen über dem offenen Feuer. Bei einigen Ausführungen kann der Deckel als Pfanne genutzt werden.

  

Hut
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