Jamboree
Bedeutung: Treffen aller Stämme. Diese Treffen von Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus aller Welt findet alle vier Jahre statt. Das Gastgeberland wechselt, es nehmen ca. 30.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder an diesem großen Zeltlager teil. "Kleine Jamborees", die Join-in-Jamborees, werden zwischendurch angeboten.
Das Jamboree wird von der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung (WOSM) organisiert und durchgeführt und ist nur für die Mitglieder von WOSM und WAGGGS zugänglich.

 

Jäger, Eberhard
(* 1916, + 26. März 2006 in Springe) war von 1949 bis 1960 Singemeister der CP. Eberhard war begnadeter Sänger und Gitarrenspieler, er sang begeistert und mit Charisma. Er brachte die Liederblätter der CP, "Der helle Tag", heraus, er war Dichter, Liedtexter und bündischer Liedermacher in einer Person.

  

Jeden Tag eine gute Tat
Motto der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Für die Kleinen als Leitspruch gedacht wird er später oft zur Lebenseinstellung.

  

Join-in-Jamboree
"Mach-mit-Jamborees" werden in verschiedenen Ländern angeboten und geben allen Pfadfindern/innen, die nicht aufs "große" Jamboree fahren können, die Möglichkeit etwas Jamboree-Flair zu verspüren. Inhaltlich ist das Programm abgestimmt auf die Verhältnisse (z.B. Brauchtum, Musik) des Landes in dem das "große" Jamboree stattfindet. Join-in-Jamborees gibt es seit 1971 und sind ein echtes Erlebnis für jeden Teilnehmer.

 

JOTA
Jamboree-on-the-Air; jährlich am dritten Wochenende im Oktober stattfindendes Weltfunkertreffen der Pfadfinder. Da in Deutschland freies Funken nicht erlaubt ist, wird dazu meist die Hilfe von Amateurfunkvereinen benötigt.

 

JOTI
Jamboree-on-the-Internet; vom JOTA abgeleitetes Treffen der Pfadfinder im Internet. Findet parallel zum JOTA statt. Am JOTI treten Pfadfinder(innen) aus der ganzen Welt miteinender via Chat-Programmen in Kontakt.

 

Jugendbewegung
Die (deutsche) Jugendbewegung entstand um die Jahrhundertwende (Jahre 1896, 1901), in Berlin mit dem Berliner Wandervogel (s. Wandervogel). Die Jugend versuchte sich von den starren Bürgerleben zu lösen: Hinaus aus den grauen Mauern der Städte, zurück zur Natur, einfaches Leben, die Jugendgemeinschaft. Sie prägte nach dem Ersten Weltkrieg das deutsche Pfadfindertum entscheidend mit. Heute meist als Bündische Jugend bezeichnet.

 

Jugendbildungsstätte Ludwigstein gGmbH
Mit Sitz auf der Burg Ludwigstein. Infos unter http://www.jubilu.de (externer Link)

  

Jugendbünde
-folgt-

 

Jungenbund Phoenix
-folgt-

 

Jugendburg Ludwigstein
-folgt-

 

Jugend führt Jugend
Leitanspruch der Bündischen und einiger Pfadfinderbünde: die Führungsaufgaben sollen bei der Jugend liegen - sie hat Ziele und sucht Herausforderungen, sie muss sich noch bewähren - so bleibt die Jugendbewegung eine Bewegung durch die Jugend. Kritische Anmerkung: Die ersten Wandervögelführer, die ersten Pfadfinderführer waren alle gestandene Erwachsene... Dennoch: Soweit Erwachsene der Jugend die Erlebnisse, Herausforderungen und Erfahrung ermöglichen und sich in Hintergrund halten, ist ein Nebeneinander der Jugend und der Erwachsenen möglich (pragmatischer Ansatz).

 

Jungenschaft
Als Jungenschaft bezeichneten zahlreiche Bünde der Bündischen Jugend nach dem I. Weltkrieg die Altersstufe der 10- bis 18-Jährigen. Als Bezeichnung für eine Altersstufe wird der Begriff heute noch verwendet (z.B. i.d. Deutschen Freischar, in Teilen des CVJM). Nach dem Wandervogel und der Bündischen Jugend sahen sich die Jungenschaften als "dritte Welle" in der deutschen Jugendbewegung.

 

Jungenschaftsbluse
(auch: Jungenschaftsjacke) siehe -> Juja

 

Juja
(auch Juscha genannt) Kürzel für Jungenschaftsjacke. Traditionelles Kleidungsstück, wird bei deutschen Pfadfindern oft getragen. Ursprung in der Bündischen Jugend, wurde durch tusk eingeführt.

 

Jungpfadfinder(in)
(1) Stand in der CPD
(2) Altersstufe bei den Pfadfindern.

 

Jungwandervogel (JWV)
Jugendbund. Entstanden durch die Abspaltung vom Altwandervogel (AW) im Jahr 1910. Wendete sich besonders gegen das Eindringen der Schule in den Wandervogel (v.a. gegen Lehrer in Führungspositionen der Wandervögel). Nahm als einziger dt. Wandervogelbund an der Meißnertagung offiziell teil und trat 1913 nicht dem Einigungsbund bei.

  

Jurte
Von den Mongolen übernommenes Großraumzelt der deutschen Pfadfinder, das ebenfalls wie die Kohte aus schwarzem Baumwollstoff besteht und bis zu 25 Personen mit Gepäck Platz bietet. Die Jurte besteht aus 6 Kohtenplanen und 12 Vierecksplanen (oder 6 Jurtenplanen). Sie kann also leicht zerlegt und auf verschiedene Personen aufgeteilt werden. Aus den einzelnen Planen lassen sich leicht auch kleinere Zeltkonstruktionen aufbauen bzw. können die Planen mehrerer Jurten zu einer großen Konstruktion (Jurtenburg) verknüpft werden.

 

Jurtenburg
Große Zeltkonstruktion aus vielen Kohten- und Jurtenplanen, die ab und zu auch über 100 (oder mehr) Pfadfindern (mit Sack und Pack) Platz bietet. Durch ihre Größe bedingt ist eine Jurtenburg ziemlich aufwendig zu planen und aufzustellen (Statik), ihr Aufbau lohnt sich i.d.R. nur für längere Lager.
Jurtenburgen werden auf Großlagern auch gerne zu einem Begegnungszelten für Pfadfinder(innen) aufgebaut.

 

Jurtenplane
Eine Zeltplane zum Bau von Jurten, stellt die Seitenwand dar; hat die Maße von zwei Vierecksplanen. Für den Bau einer Jurte werden 6 Jurtenplanen benötigt (oder eben 12 Vierecksbahnen).

 

Jurtenkreuz
Holzkreuz, das zum Aufstellen einer Jurte benötigt wird. Es besteht aus drei kräftigem Ästen oder Holzlatten, an den 6 Enden wird das Jurtendach, die zusammengeknüpften 6 Kohtenplanen, "aufgehängt". Getragen wird das Kreuz von einem Stempel oder einem Zwei-/Dreibock.