Kandersteg (Internationales Pfadfinderzentrum)
Kandersteg ist ein kleinerer Ort und liegt mitten in den Schweizer Alpen (Berner Oberland) etwa auf 1200m Höhe. Dort gibt es ein Internationales Pfadfinderzentrum, das Gruppen aus allen Ländern ermöglicht dort zu lagern und vielfältige Aktivitäten zu unternehmen (Klettern, Schnee- und Eistouren, Gleitschirmfliegen,...). Das Zentrum ist 17 ha groß und bietet Platz für etwa 1200 Gäste. Kandersteg ist nur zugänglich für Mitglieder der Weltorganisationen WOSM und WAGGGS.
Pfadfinderzentrum Kandersteg (externer Link)

 

Karsch, Heinrich
(* 7. August 1901 in Essen, + 4. Februar 1985 in Genf), genannt heika. Zunächst war er Jugendsekretär im CVJM, dann berief ihn der Reichsführer der CP Friedrich Duensing in die Reichsführung der CP. Dort leitete er die Geschäftstelle der CP und den CP-eigenen Pfad-Verlag; er war für die Herausgabe des Schriftmaterials verantwortlich. Nach dem 2. Weltkrieg war er am Wiederaufbau der CP-Arbeit vom hannoverschen Stepfansstift aus beteiligt und dann mit der Aufbauarbeit beauftragt. Vom 1. Mai 1951 war er als hauptamtlicher Bundesführer bis 1961 tätig. Über viele Jahre hatte er den Vorsitz des Ringes deutscher Pfadfinderbünde. Zeitweilig war er auch Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendringes. Für seine Verdienste erhielt Heinrich Karsch das Bundesverdienstkreuz. Weitere Infos unter www.heinrich-karsch-haus.de (externer Link).

  

Katankya
Spitzname für Lord Baden-Powell. Heißt übersetzt "Der Mann mit dem breiten Hut"

  

Katholische Pfadfinderschaft Europas (KPE)
Katholischer Pfadfinderverband, der am 15.02.1976 gegründet wurde. Gruppen der DPSG, die u.a. aufgrund der Verbandspolitik und Reformen die DPSG verließen, waren an der Gründung der KPE maßgeblich beteiligt. Die KPE ist katholisches Mitglied im Deutschen Pfadfinderring (DPR).

  

Kennenlernzeit
Wenn ein Neuling in eine Gruppe kommt, dann hat er die Möglichkeit hineinzuschnuppern, um sich ein Urteil bilden zu können , ob die Pfadfindersippe und das Programm der Sippenstunden seinen Erwartungen entspricht. Nach einigen Wochen sollte er aber fähig sein eine Entscheidung für oder gegen die Gruppe zu treffen, v.a. wenn der Sippenführer eine Aufnahme des Neulings in Erwägung zieht.

  

Kim
Romanfigur von R. Kipling, Namensgeber der bei Pfadfindern beliebten Kim-Spiele.

  

Kim-Spiele
Spiele, die die Sinne schärfen sollen (Seh-, Riech-, Schmeck-, Hör-, Merk-, Tastkim)

 

Kinderstufe
->
Biber, Wölflinge, Wichtel.

 

Kipling, Joseph Rudyard (1865-1936)
Britischer Journalist und Schriftsteller. Er schrieb u.a. das "Dschungelbuch" (1894 veröffentlicht). Erhielt 1907 den Nobelpreis für Literatur.

  

Kirchentag (Deutscher Evangelischer)
Alle zwei Jahre stattfindendes Großereignis der evangelischen Kirche. Einsatzort vieler vieler Pfadfinder, die dort als ehrenamtliche Helfer in allen Bereichen eingesetzt werden.

  

Kleeblatt
Symbol der weltweiten Gemeinschaft der Pfadfinderinnen. Die drei Blätter des Kleeblattes sollen an die drei Punkte des Pfadfinderversprechens erinnern. Englische Bezeichnung: Trefoil

 

Kluft
-> Pfadfinderkluft

  

Knappe
(1) Stand in der CPD
(2) Eine Tradition, die nach der Umwandlung der CPD zum VCP von einigen Gruppen beibehalten wurde. Knappen sind auf Stammesebene wichtige Stützen der Arbeit. Siehe auch -> Knappennadel und Knappen im Stamm

 

Knappennadel
Wird bei der Aufnahme zum Knappen verliehen und auf der linken Brusttasche der Pfadfinderkluft über dem Bundesabzeichen bzw. dem Verbandsabzeichen getragen.

  

Knoten
(1)
Wichtiger teil der Pfadfindertechniken. Sorgt für stabile und dauerhafte, aber wieder auflösbare Verbindung mehrerer Werkteile und ermöglicht so mit geringem Aufwand eine Vielfalt an Lagerbauten.
(2) Besonderheit: Der Halstuchknoten zur Fixierung des Halstuches. -> die ultimative Linkseite zum Thema Knoten (externer Link)

 

Kochfeuer
siehe auch Feuertisch

 

Kohte
Zelt für eine ganze Pfadfindersippe (bis zu 8 Personen mit Gepäck) aus i.d.R. schwarzem Baumwollstoff (Kohtenstoff). Sie wurde von Eberhard Koebel (tusk), dem Gründer der dj 1.11, im Jahr 1929 nach dem Vorbild der Feuerkohte der finnischen Lappen entworfen und angefertigt, ständig etwas verbessert und ist heute des Standardzelt der deutschen (und österreichischen) Pfadfinder schlechthin. Das Zelt besteht aus vier einzelnen Planen, kann also leicht zerlegt und auf die Mitglieder einer Wandergruppe aufgeteilt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in der Kohte Feuer zu machen, der Rauch zieht durch das Kohtenloch (beim Kohtenkreuz) ab. Aus mehreren Kohtenplanen kann auch leicht eine größere Zeltkonstruktion gebaut werden, die mehreren Personen Platz bietet. -> Jurte

 

Kohtenkreuz
Holzkreuz, das zum Aufstellen einer Kohte benötigt wird. Zwei Äste oder Holzlatten werden kreuzweise miteinander verbunden, an die vier Enden werden die zusammengeknüpften Kohtenplanen "aufgehängt". Getragen wird das Kreuz von einem Stempel oder einem Zwei-/Dreibock.

 

Kohtenplane
Vielseitig verwendbare Zeltplane. Man benötigt eine für eine Kröte (einen 1 bis 2 Personen-Notzelt), zwei für eine Lokomotive (für 2 bis 3 Personen), vier für eine Kohte, fünf für das Dach einer Fünfer-Jurte und sechs für das Dach einer Sechser-Jurte. Die Planen sind aus festem und feuerhemmenden Baumwollstoff, i.d.R. schwarz. Allerdings gibt es auch schon Ausführungen in rot und blau.

  

Kohtenstoff
Fester Baumwollstoff mit einem Gewicht zwischen 285 und 400 g/qm. I.d.R. schwarz gefärbt, imprägniert und manchmal sogar flammenhemmend ausgerüstet. Sollte stets trocken gelagert werden, weil er sonst stockt und zu schimmeln anfängt.

 

Komolze, der kleine
Kochbuch für Pfadfinder. Auch als Vorlesebuch zu gebrauchen. Standardwerk für alle Gruppenköche. Infos unter http://www.komolze.de (externer Link).

 

Kompass
In der Seefahrt häufig genutztes Hilfsmittel zur Bestimmung der Himmelsrichtung. Wird auch an Land zur Positionsbestimmung (in Verbindung mit einer Karte) und zur Feststellung der Himmelsrichtungen verwendet. Die Bedienung eines Kompass gehört zum Grundhandwerkszeug eines jeden Pfadfinders. Seit einigen Jahren werden Kompasse in der See- und Luftfahrt zunehmend von GPS-Geräten verdrängt.

 

Konuss
Kurzbezeichnung für Kokosnuss, gemeint ist eine Trinkschale aus dem Holz der Kokosnuss, selber hergestellt. Daraus lassen sich besonders gut heiße Getränke trinken, da das Holz der Kokosnuss die Wärme schlecht leitet. Siehe auch Pambotscha.

  

Kornett
In einigen Bünden/Verbänden die Bezeichnung für den Führer bzw. Sprecher einer Sippe bei den Jungpfadfindern, auch Sippenführer genannt. Werden im Idealfall von den Mitgliedern der Gruppe selbst gewählt, i.d.R. entschließt sich ein erfahrener Pfadfinder eine Sippe aufzubauen bzw. eine zu übernehmen, er ist damit ein geborener Kornett dieser Sippe. Mehrere Sippen bilden einen Trupp. Alle Kornetts bilden zusammen den Trupprat. Dem Rat steht ein Führer voran.

 

Kremer, Kurt
genannt turi. Von 1931 bis 1933 war er Mitglied in einem dem Wandervogel ähnlichen Verband namens Schüler, der später dem Deutschen Jungvolk eingegliedert wurde. Zur Zeit der Machtübernahme des Nationalsozialismus trat er jedoch wieder aus. Er knüpfte langjährige Freundschafen zu damals illegalen Bündischen, überwiegend Nerother Wandervögeln aus dem Orden der Piraten und schloss sich den Kittelbachpiraten an. Im Alter von fünfzehn Jahren wurde er durch die Geheime Staatspolizei verhaftet. Im Reichsarbeitsdienst war er Mitglied einer geheimen Gruppe ehemaliger Bündischer, die von einem Führer aus der katholischen Sturmschar geleitet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde Kremers Soldat, bis er später Fahnenflucht beging. Er wurde gefasst und zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt, zweieinhalb Jahre lang war er Moorsoldat in Esterwegen. 1950 gründete er den ersten Orden der Piraten im Nerother Wandervogel, er war aktiv bis 1954. Er fühlte sich nicht von der Jugendbewegung geprägt, sondern von seinen Veranlagungen. Sein Vorbild war der Humanist Ulrich von Hutten. Informationen aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Kremers (externer Link) am 17.08.07.

  

Kreuz
Symbol des christlichen Glaubens und Bestandteil der Zeichen katholischen und christlicher Pfadfinderbünde (-verbände) (evangelisch).

  

Kreuzlilie
(1). Bezeichnung für die Lilie der DPSG. Ihr Name kommt von dem Kreuz, das in ihr eingearbeitet ist (wie in vielen Lilien christlicher Pfadfinderverbände/-bünde).
(2) Die Kreuzlilie ist des Zeichen der CPD, sie ist weiß bzw. weiß und grau hinterlegt, fein blau gezeichnet, des Kreuz ist mittig in die Lilienblätter eingearbeitet.
(3) Die Kreuzlilie der Evangelischen Pfadfinderschaft Europas (EPE). Ein achteckiges Kreuz um die Pfadfinderlilie weist auf den christlichen Inhalt der Pfadfinderarbeit hin. Die acht Ecken stehen für die acht Seligpreisungen aus der Bergpredigt, die rote Farbe symbolisiert die Liebe und das Blut Christi. Auf Fahnen, Wimpeln und Wappen ist die Kreuzlilie vor einem Hintergrund platziert, der zur einen Hälfte weiß, zur anderen schwarz ist: die Kreuzlilie symbolisiert dann den Übergang vom Dunkeln ins Helle.

 

Kreuzpeilung
(1) Eine besondere Form der Ortsbestimmung, es wird mit dem Kompass in zwei Richtungen der Standort bestimmt, am Schnittpunkt beider Linien (Kreuz) befindet sich der gesuchte Ort.
(2) Zeitschrift der Kreuzpfadfinder, erscheint 4x im Jahr, Herausgeber ist die Dienstgemeinschaft der Kreuzpfadfinder.

 

Kreuzpfadfinder(in)
(1) Stand in der CPD
(2) Besondere Arbeitsform in der Erwachsenenstufe des VCP und anderer christlicher Pfadfinderverbände/-bünde. Die Kreuzpfadfinder verstehen sich als Glaubensgemeinschaft und teilweise als Bruderschaft.

 

Kreuzpfadfindernadel
Eine Nadel, die das Kreuzpfadfinderzeichen trägt; sie wird bei der Aufnahme zu Kreuzpfadfinder verliehen.

 

Kreuzpfadfinderzeichen
Das Kreuz im ovalen Schild

 

Kröher, Hein
Kröher, Oss

Die Zwillingsbrüder Hein und Oss Kröher (* 17. September 1927 in Pirmasens, eigentlich Heinrich Kröher und Oskar Kröher) sind zwei deutsche Folk-Sänger und Liedermacher. Der Schuhvertreter und spätere Lehrer Oskar und der Kaufmann Heinrich waren in der Jungenschaft verwurzelt. Ihre Liedermacher-Laufbahn begann als Gitarristen im Zweibrücker Jazzorchester, bald widmeten sie sich ganz dem deutschen Volkslied. Sie veröffentlichten 17 Langspielplatten und CDs sowie Bücher mit Liedersammlungen aus aller Welt. Für ihr Liederbuch "Das sind unsre Lieder", illustriert von Gertrude Degenhardt, erhielten sie 1978 auf der Weltausstellung für Buchkunst in Tel Aviv die Silbermedaille. Die Stilsicherheit der Zwillinge, die klare Intonation und werksgerechte Darbietung bestätigt immer wieder ihre einmalige Position bei den "Liedermachern", zu denen die Kröhers zählen, seit sie Mitte der Sechziger auf Burg Waldeck im Hunsrück - gemeinsam mit Peter Rohland - die Festivalserie "Chanson-Folklore-International" erfanden und mitbegründeten. Der Bundespräsident verlieh ihnen das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse für ihr künstlerisches Schaffen. Nationale und internationale Kulturpreise zeichnen ihr Werk aus.

  

Kröte
Bezeichnung für eine "Zeltkonstruktion" der Pfadfinder, die aus einer Kohtenplane besteht. Wohl eher ein Notbehelf, aber besser als gar kein Dach über dem Kopf.

  

Kroki
Bezeichnung für eine selbst gezeichnete Landkarte. Diese werden sehr oft bei Orientierungsmärschen angefertigt und sind meist ein Teil der Aufgabenstellungen bei einem Hajk.

  

Kuksa
Trinkgefäß, aufwendig handgeschnitzt aus festen finnischen Birkenknorren (daher auch relativ teuer). Wie bei einer Pambotscha kann man sich mit ihr allerdings nicht die Finger am Tschai verbrennen, da sie Wärme nur langsam annimmt.

 

Kulturinitiative
Genauer: Kulturinitiative "Lebendig Leben", sie entstand auf dem Nachfolgelager Hoher Meißner 1988. - weiteres folgt-

 

Kundschaften für Jungen
deutscher Titel des in englisch erschienen Buches "Scouting for Boys" von Baden Powell. siehe dort...

  

Kurat
Geistlicher Begleiter in der DPSG. Der Stammeskurat ist häufig der Pfarrer der Gemeinde, es kann aber auch eine Gemeindereferentin oder eine andere Person mit religiöser Ausbildung sein. Der Kurat gehört zum Stammesvorstand (man kommt um ihn vermutlich nicht herum). Dadurch wird deutlich, dass dieser sehr wohl Einfluss auf Abläufe im Stamm nehmen kann. Ob das ein Vorteil für die Führung des Stammes allein durch Jugendliche darstellt sei mal dahingestellt.

  

Kurs
(teilweise auch Schulung genannt)
Weiterbildungsangebote und -pflichten in den Pfadfinderverbänden/-bünden. Neben Kursen, die handwerkliche, pfadfinderspezifische oder religiöse Themen behandeln, sind Grund- und Aufbaukurse (z.B. im VCP) oder Sippenführerkurs und Sippenführerrüste (z.B. in der CPD) wesentlicher Bestandteil der Ausbildung von Leitungskräften. Siehe auch -> Woodbadge