Pallas, Rudi
Rudi Pallas (geboren 1907) kam aus dem Deutschen Pfadfinderbund und gründete in den Dreißigerjahren in Berlin einen Jugendbund "Südlegion" aus der der Bund "Südlegion" hervorging. Nach der Machtergreifung der Nazis versuchte Rudi Pallas seine Gruppen unter dem Deckmantel der Hitlerjugend weiterzuführen. 1937 wurde Pallas wegen "bündischen Umtrieben" verhaftet und in das KZ Sachsenhausen eingeliefert.

  

Pambotscha
Trinkgefäß aus einer Kokosnussschale gefertigt; teilweise auch Konuss oder Eumel genannt. Sieht rustikal aus und hat den Vorteil, dass man sich am heißen Tschai nicht die Finger verbrennt, da die Nussschale die Wärme nur schlecht leitet.

  

Pax Hill
Baden-Powells Landgut in Hampshire bei London, das er 1916 mit seiner Frau Olave bezog.

 

Paxtu
Haus von Robert Baden-Powell in Nyeri, Kenia. Baden-Powell verstarb hier am 8. Januar 1941. Olave wählte den Namen geschickt aus. Paxtu steht sowohl für Pax too (somit der Nachfolger von Pax Hill) und für Paxtu, ein Wort in Swaheli, dass "komplett" bedeutet.

 

Personen der Bünde
bzw. Personen der bündischen oder pfadfinderischen Geschichte soweit sie in diesem Wörterbuch aufgenommen sind: Hier auf einer extra Seite

  

Peter Roland Singewettstreit
-folgt-

 

Pfadfinden
Zeitschrift (28 Ausgaben) des RdP und des RDP. Später wurde das Konzept der Zeitschrift zu einem Jahrbuch geändert.

 

Pfadfinder / Pfadfinderin
1. Deutsches Wort für den englischen Begriff "Scout". Wurde vom Militärarzt Dr. Alexander Lion in den deutschen Sprachraum eingeführt.
2. Altersstufe in der Pfadfinderarbeit, Bezeichnung für Jungen und Mädchen etwa zwischen 14 und 16 Jahren.

 

Pfadfinderaktivitäten
Typische Pfadfinderaktivitäten sind Lagerbau, Zeltbau, Bauten aus Holz nur mit Seilbünden zusammengehalten, Singen, Kochen über dem Feuer, Geländespiele, Lagerolympiade, sportliche körperliche Betätigung im Freien (Wandern, Rad- und Bootfahren, ...)

 

Pfadfinderaufgaben
Sie sind eine Auflistung von Themen aus den verschiedensten Bereichen, die ein Pfadfinder im Laufe seiner Pfadfinderzeit bearbeiten soll/kann. Diese Aufgaben können z.B. sein: Geschichte seiner Stadt erforschen, sein Pfadfinderhandbuch oder Liederbuch selbst erstellen, 20 einheimische Kräuter und ihre Wirkungsweise kennen lernen, eine Andacht vorbereiten,... In vielen Pfadfinderbünden werden sie auch als Pfadfinderproben bezeichnet, was dann etwas verbindlicher ist, d.h. bestimmte Aufgaben müssen bearbeitet werden, um die nächste Stufe zu erreichen.

 

Pfadfinderbewegung
Bezeichnung für die größte Jugendbewegung der Welt mit über 28 Millionen Mitgliedern weltweit. Vertreten in fast allen Ländern der Erde. Alle Mitglieder der Bewegung leben nach den gleichen Prinzipien, die ihnen das Pfadfindergesetz vorschreibt. Mitglied der Bewegung wird man durch die Aufnahme und damit verbunden die Verleihung des Halstuchs.

 

Pfadfinderbund
Davon gibt es in Deutschland mehr als genug. Etwa 80 verschiedene kleinere und größere Gruppierungen (Bünde), die alle mehr oder weniger gut ihre Pfadfinderarbeit leisten. Am besten erkundigt man sich direkt vor Ort, ob eine Gruppe das richtige ist. Stammesführer und Sippenführer geben meist gerne Auskunft über die Arbeit der Gruppen am Ort.

 

Pfadfinderbund Bayern (PbB)
-> Pfadfinderbund Weltenbummler (PbW)

 

Pfadfinderbund Horizonte (PbH)
-> Pfadfinderbund Südlegion (PbSL)

 

Pfadfinderbund Mannheim (PbM)
-folgt-

 

Pfadfinderbund Nord (PbN)
-folgt-

 

Pfadfinderbund Nordlicht (PbNL)
-folgt-

  

Pfadfinderbund Südlegion (PbSL)
Der Pfadfinderbund Südlegion e.V. wurde während einer Skandinavienfahrt 1968 gegründet. In den folgenden Jahren bildeten sich zuerst rund um Stuttgart Trupps, 1975 gab es bereits Gruppen von Bietigheim bis zum Bodensee. 1980 fand das Intermix, ein internationales Lager mit rund 600 Teilnehmern in Waldenbuch statt. Dies war ein vorläufiger Höhepunkt der Entwicklung des PBSL. 1984 wurde der PbSL in den Deutschen Pfadfinderverband (DPV), einer deutschen Dachorganisation, aufgenommen und nahm 1987 am DPV-Lager DOMINO teil. Aufgrund seines militärisch klingenden Namens (obwohl keineswegs militaristisch) beschloss der Bund eine Änderung seines Namens in "Pfadfinderbund Horizonte".

 

Pfadfinderbund Weltenbummler (PbW)
Der PbW ist ein mittelgroßer Pfadfinderbund mit einem ersten Schwerpunkt im Raum Oberfranken, später Ausdehnung auf andere Bundesländern. Ursprünglich aus dem BDP ausgetretene Gruppen waren zunächst dem BdP beigetreten (1974). Dann 1981 Austritt des Horstes "Rebellen"/Coburg aus dem BdP und Gründung des Pfadfinderbund Bayern (PBB). Schließlich Umbenennung in Pfadfinderbund Weltenbummler (PbW). Nach dem Fall der Mauer auch in den neuen Bundesländern vertreten. Der PbW ist Mitglied im DPV und seit dem 22. Januar 2000 Mitglied der WFIS.

  

Pfadfinderehrenwort
Auf das Wort eines Pfadfinders ist Verlass. Wenn er bei seiner Ehre etwas verspricht, dann hält er es auch ohne wenn und aber. Tut er es nicht verliert er seine Ehre. Nach Baden-Powell ist er dann kein Pfadfinder mehr und kann es auch nie wieder werden. Diese Regelung hat zur Folge, dass ein Pfadfinder es vermeiden wird etwas auf seine Ehre zu versprechen, wenn er nicht genau weiß, dass er es einhalten kann.

 

Pfadfinderführer
Leiter einer Pfadfindergruppe oder -gruppierung, wobei das Wort "Führen" mehr meint, als das übliche "Anleiten" - "Vor-Gehen". Siehe auch führen.

 

Pfadfindergesetz
Wichtiger Inhalt der Pfadfinderarbeit. Durch das Versprechen verpflichtet man sich das Gesetz so gut wie möglich einzuhalten. S.a. Gesetz und Versprechen. Das Pfadfindergesetz in Originalfassung und in heutiger Ausprägung.

 

Pfadfindergruß
-> Gruß der Pfadfinder

 

Pfadfinderhandbuch
(auch Handbuch für Pfadfinder) Für den Pfadfinder unverzichtbares Utensil. Es gibt verschiedene Ausführungen. Zum einen kann man sie käuflich erwerben, aber es gibt auch Pfadfinder, die ihr Handbuch selbst schreiben und gestalten. Im Handbuch steht alles, was ein Pfadfinder wissen sollte. Es ist zum einen Nachschlagewerk und zum anderen Arbeitshilfe für Sippenstunden. Es sollte klein und handlich sein, damit man es auch mal in die Hosentasche stecken kann bzw. damit es im Rucksack nicht zuviel Platz wegnimmt.

 

Pfadfinderhut
War jahrzehntelang ein Teil der Pfadfinderkluft. Inzwischen wird er als altmodisch und unpraktisch angesehen und von anderen Kopfbedeckungen (z.B. dem Barett) verdrängt. Selbst die englischen Pfadfinder tragen ihn mittlerweile nicht mehr.

 

Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG)
Ein katholischer Verband für Pfadfinderinnen, der durch seine Mitgliedschaft im RDP internationale Anerkennung genießt. Die PSG ist Mitglied im Bund der katholischen Jugend (BDKJ). Im kirchlichen Bereich vertreten in der CICS.

 

Pfadfinderkluft
Von vielen Leuten fälschlicherweise als "Pfadfindertracht" (Pfadfinder wollen keine Trachtengruppe sein...) oder gar als "Uniform" (Pfadfinder tragen keine Uniform!) bezeichnet; sie ist ein wichtiges (um nicht zu sagen charakteristisches) Merkmal der Pfadfindergemeinschaft. Sie soll dabei nicht nur als einfache Arbeitskleidung und Identifikationsmerkmal dienen, sondern v.a. soziale Unterschiede verdecken. Bedeutung: bei den Pfadfindern sind alle gleich. Unterschiede zwischen Armen und Reichen sollen nicht an der Kleidung erkennbar sein.
Zur vollständigen Kluft gehört bei den Pfadfindern neben dem Hemd (mit Bundes- bzw. Verbandsabzeichen) natürlich auch das Halstuch.

  

Pfadfinderlauf
-> Postenlauf 

 

Pfadfindermethode
Die pfadfinderische Methode ist "ein System fortschreitender Selbsterziehung", die Elemente sind:
(1) Gesetz und Versprechen
(2) Learning by doing
(3) Bildung von kleinen Gruppen (z. B. Sippen) unter Führung Erwachsener oder etwas älterer Jugendlicher.
Die Methode bewirkt ein fortschreitendes Entdecken und Übernehmen von Verantwortung, die Erziehung zu Selbständigkeit durch die Entwicklung des Charakters, die Anerkennung von Verantwortlichkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Führung, einbeziehen. Fortschreitende und attraktive Programme verschiedenartiger Aktivitäten, die auf den Interessen der Teilnehmer beruhen wie Spiele, sinnvolle Fertigkeiten, Dienst im Gemeinwesen, die weitgehend in engem Kontakt mit Natur und Umwelt stattfinden. Die pfadfinderische Methode ist also ein System fortschreitender Selbsterziehung.

 

Pfadfinderproben
Spezielle Fertigkeiten, die ein Pfadfinder können muss, wie z.B. Knoten, Orientierung mit/ohne Karte und Kompass, Feuertechnik, Zeltbau, Nachrichtenübermittlung, Erste Hilfe, Pflanzenkunde,... (Pfadfindertechnik)
In sehr vielen Bünden/Verbänden notwendig für eine Aufnahme in die Gemeinschaft der Pfadfinder. Auch werden oft für bestandene Proben Abzeichen (Badges) für die Pfadfinderkluft verliehen. -> s.a. Bundesprobenordnung

 

Pfadfindertechnik
Begriff, der alle praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten umfasst, die ein(e) Pfadfinder(in) können sollte. Bspw.: Knoten, Orientierung, Feuertechnik, Erste Hilfe, Lagerbauten, Zeltbau usw..

 

Pfadfindertracht
Fälschlich verwendeter Begriff, siehe Pfadfinderkluft

 

Pfadfinderverband
-> Verband

 

Pfadfinderversprechen
-> Versprechen

 

Pfadi/s
Allgemein Abkürzung für Pfadfinder.

 

pfadverlag
(in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg in der CPD vor 1973 der CP-eigene Pfad-Verlag) -weiteres folgt-

 

Pfanne
Übliches Kochuntensiel vor allem auf einem Lager. Viele Hordentöpfe sind so hergestellt, dass sich deren Deckel als einfache Pfanne verwenden lässt - für eine Wanderung oder Fahrt ist eine übliche Pfanne zu schwer.

 

Pfingstlager
(häufig mit Pfila abgekürzt) Das verlängerte Pfingstwochenende wird traditionell bei den Pfadfindern für ein Lager genutzt. Für nicht so "kernige" Pfadfinder ist es die erste Aktivität oder auch das erste Lager im Jahr - für andere beginnt die Fahrten- und Lagerzeit bereits im April oder gar schon im März.
Das verlängerte Wochenende bietet die Möglichkeit ein regionales Lager mit mehreren Stämmen aus dem Umkreis auszurichten.

 

pflöckeln
(oder auch pflocken) Eine Methode, die u.a. dazu dient nächtliche "Gäste" (-> Störtrupp) kurzfristig daran zu hindern davonzulaufen. Dabei werden die ausgestreckten Arme und Beine des "Besuchers" mit Holzpflöcken (daher der Begriff) und Schnüren so am Boden befestigt, dass dieser zwar bequem daliegen sich aber kaum oder gar nicht bewegen kann. Befreiungsversuche sind i.d.R. sinnlos. Wegen der damit verbundenen Festsetzens (fast in Form des Fesselns) jedoch eine etwas fragwürdige Methode.

 

Postenlauf
Pfadfinderlauf bei dem eine Gruppe (Sippe) verschiedene Posten, die im Gelände verteilt sind, anlaufen muss, um dort jeweils Aufgaben zu erfüllen die ihnen der Posten stellt (z.B. Seilbrücke bauen). Für die Ausführung werden Punkte vergeben. Welche Gruppe am Ende des Laufes die meisten Punkte hat ist Sieger.

 

Powell
Nachnahme Robert Baden-Powells bis zum 21. September 1869. Danach wurde der Vorname des Verstorbenen Vaters Baden mit in den Familiennamen aufgenommen.

 

Probenordnung
Wer als Pfadfinder in den nächst höheren Stand aufgenommen werden möchte, muss i.d.R. einen Wissenszuwachs und gesteigerte pfadfinderische Fähigkeiten besitzen. Welche Fähigkeiten und welches Wissen üblicherweise erwartet wird, steht in einer sogenannten Probenordnung. Sie erhielt ihren Namen, da häufig vor der Aufnahme in den höheren Stand ein Pfadfinder einen Nachweis dieser Fähigkeiten geben musste: er wurde "auf die Probe" gestellt! Meist führt er einerseits eine Liste, auf der die Fertigkeiten "abgehakt" werden, andererseits wird er einen (möglichst der Praxis nahen) Probenlauf machen, um sich (noch einmal) zu zeigen. Siehe auch Pfadfinderproben.

 

PTA
Pfadfinder(in)-Trotz-Allem, (alte) Bezeichnung für Behindertenarbeit in der Pfadfinderbewegung.